Altes Gemeindehaus Himmelfahrtskirchen, Sendling, München

Denkmalgerechte Fassadensanierung und Dachgeschossausbau

LP 1-9

 

Zeitraum

2014 - 2017

 

Bauherr

Himmelfahrtskirche München - Sendling

 

 

 

 

 

 

 

Ausgangssituation

Das evangelisch-lutherische Gemeindehaus der Himmelfahrtskirche Sendling an der Oberländerstraße 36 wurde 1897 nach Plänen von Albin Lincke und Carl Vent erbaut. Das neugotische vierstöckige Gemeindehaus enthielt einen Kinderhort, eine Kleinkinderschule, eine Gemeindepflegestation, eine Volksbibliothek und einen Betsaal im ersten Obergeschoss. Der Erker an der Seite zur Oberländerstraße stellte eine Apsis für diesen Betsaal dar.

Nach der Umwandlung einer angrenzenden Großgaststätte in eine evangelische Kirche 1920 diente der Betsaal im 1. Obergeschoss als Versammlungsraum der evangelischen Gemeinde, während die anderen Räume des Gemeindehauses zu Wohnungen umgebaut wurden. Außerdem wurde die reich gegliederte Fassade des Gemeindehauses 1931 und 1964 stilistisch vereinfacht.

Die Fassade wurde denkmalgerecht saniert. Parallel dazu wurde das Dachgeschoss für drei neue Wohnungen ausgebaut.

 

Ausführung

Das Dachgeschoss, in dem eine Wohnung und Speicherräume vorhanden waren, wurde auf Wunsch des Bauherrs für drei komplett neue Wohnungen hergerichtet. Aus Statischen-, Brandschutz-, Dämm- und Schallschutzgründen wurden die Holzbalkendecken und die Dachkonstruktion ertüchtigt. Das Dach wurde auch aus technischen und energetischen Gründen saniert. Die Dachgauben wurden durch gleich breit, aber höhere Elementen aus Kupfer mit denkmalgerechten neuen Fenster ersetzt, um ausreichendes Licht für die Räume und Stehhöhe am Fenster zu erhalten. Dachflächenfenster ergänzten die Öffnungen der Dachgauben. Eine Dachterrasse zum Hinterhof aus Holzrahmenbau öffnet die größte Wohnung. Die Dachkonstruktion wurde in den Aufenthaltsräumen offen und teilweise sichtbar gelassen, um die großzügigen Volumen dieses alten Daches den Bewohnern zu schenken. Die freigelassenen Balken, Pfetten und Streben wurden mit einer holzfarbene Lasur, um den Kontrast mit den weiß gestrichenen neuen Wänden und Decken herauszustellen.

Die nicht mehr originalen Fenster waren in einem schlechten Zustand und wurden gegen denkmalgerechte 2-fach isolierte Holzfenster in Anlehnung an die ursprüngliche Aufteilung und Erscheinung ausgetauscht. Die original erhaltenen Fenster wurden saniert. Alle Fenster und Außentüren erhielten eine einheitliche Farbe. Zusätzlich wurde der Putz ergänzt, die Faschen und Ornamente restauriert und das Kupferblech auf den Fensterbänke und Erckerdächern erneuert. Das gesamte Gebäude erhielt einen neuen denkmalgerechten Anstrich.

 

 

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