Produktions- und Verwaltungsgebäude, Fa. MEDAP, Usingen

Neubau Verwaltungs- & Produktionsstätte



Entwurfs- und Werkplanung, LP 1-5

kontinuierliche Bauherrenberatung während der Bauphase

 

Zeitraum

1993 - 1994

 

Bauherr

Fa. Medap, Usingen

 

Baudaten

Bruttorauminhalt:    31.630 m³

Geschossfläche:     6.513 m²

Baukosten:               6,5 Mio €

 

 

Ausgangssituation

Die Fa. Medap wollte eine neue Verwaltungs- und Produktionsstätte mit einer signifikanten und solitären Bauform im neu ausgewiesenen Gewerbegebiet in Usingen bauen. Die planerische Umsetzung der Ansprüche des Bauherren bedingte einfaches Bauen und Konstruieren mit Materialien, die in der Herstellung, Anwendung und Entsorgung unbedenklich und wirtschaftlich sind.

 

Ausführung

Ein runder Kopfbau markiert den Auftakt einer Baukörpergruppierung, die durch die Nutzungsinhalte und den natürlichen Geländeverlauf geprägt sind. Im „Kopf" befinden sich die Sondernutzungen wie Eingangshalle, Empfang, Ausstellung, Betriebsrestaurant und Seminarräume. Ebenso fungiert er als Schnittpunkt der Erschließung von Verwaltung und Produktion.

Ein Stahlbetonskelettbau mit wirtschaftlichen Spannweiten und unterzugfreien Decken entstand. Der Rohbau mit seinen Rundstützen, aussteifenden Kernen und Wänden sollte soweit wie möglich als endgültige Raumhülle dienen. Eingespart wurden viele Schichten des Ausbaus, wie beispielsweise die abgehängten Decken, um die Baukosten zu reduzieren.

Der Beton wurde zum wichtigsten gestalterischen Element, nicht veredelt, sondern seiner Natur entsprechend kräftig, manchmal derb und unpräzis. Im Kontrast dazu stehen die wenigen Materialien des Ausbaus wie Holz und Holzwerkstoffe für Türen, Fensterbänke und Brüstungsverkleidungen, oder Gipskarton für leichte Trennwände. Die Außenfassade besteht aus Faserzementplatten, Aluminium und Glas.

Die Oberflächen und Strukturen sind präzise, die Farbigkeit wird durch den Werkstoff bestimmt. Die horizontale Struktur der Fassadenverkleidung und die Fensterbänder verleihen dem Gebäude Leichtigkeit und Transparenz. Zur Unterstützung des Entwurfskonzeptes dient die Farbe. Bauteile werden gemäß ihrer formalen wie funktionalen Eigenschaften zusammengefasst.

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